Foto: Ralf Roletschek
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Presseinformationen

Berlin, 7. April 2017 – Der Tarifkonflikt bei den  Bodenverkehrsdienstleistern an den Flughäfen in Berlin und Brandenburg ist beendet. Das in einer Vermittlung unter Leitung des früheren Berliner Innensenators Dr. Ehrhart Körting erzielte Ergebnis wurde durch die Verdi-Mitglieder in einer Urabstimmung mit der notwendigen Stimmzahl bestätigt.

 

Dazu erklärt ein Sprecher der Arbeitgeber am Freitag in Berlin: „Mit dem heute bestätigten Tarifvertrag ist  langfristig Planungssicherheit geschaffen worden. Allerdings werden die wirtschaftlichen Mehrbelastungen in Zukunft die Unternehmen stark beeinträchtigen. Denn der sehr hohe Abschluss hat alle Unternehmen am Standort bis an ihre wirtschaftlichen Grenzen und zum Teil auch darüber hinaus gebracht.“ 

 

Am 28. März 2017 hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen Flächentarifvertrag mit einem Gesamtvolumen von über 13 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren verständigt. Damit erhalten die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg ab 1. April 2017 schrittweise künftig bis zu 1,90 Euro mehr pro Stunde.

 

Die Vermittlungsgespräche waren auf Betreiben der Arbeitgeber am 20. März 2017 aufgenommen worden. Ihnen waren tagelange Arbeitskampfmaßnahmen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an den Flughäfen Tegel und Schönefeld vorausgegangen. Mit Blick auf diese Streiks fügt der Sprecher hinzu: „Der jetzt bestätigte Abschluss bringt nicht nur drei Jahre Planungssicherheit für die Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg,  sondern schafft auch eine notwendige Sicherheit für all jene Passagiere, die mit dem Flugzeug in die deutsche Hauptstadt kommen wollen.“ 

 

Pressemitteilung zur Bestätigung des Flächentarifvertrags
2017_04_07_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 28. März 2017 – Im Tarifkonflikt an den Flughäfen in Berlin und Brandenburg hat es am frühen Dienstagmorgen eine Einigung gegeben. Unter Vermittlung des früheren Berliner Innensenators  Dr. Ehrhart Körting wurde ein neuer Flächentarifvertrag mit einem Gesamtvolumen von über 13 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren ausgehandelt. Umgerechnet erhalten die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg schrittweise bis zu 1,90 Euro mehr pro Stunde.

 

„Bei dem jetzt erzielten Abschluss sind die Unternehmen der Bodenverkehrsdienste in Berlin und Brandenburg bis an die Grenzen des Leistbaren gegangen – und teilweise darüber hinaus“,  sagte ein Sprecher der Arbeitgeberseite. „Wichtig war, damit auch langfristig Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen.“

 

Mit Blick auf tagelange Arbeitskampfmaßnahmen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Flughafenstandort der deutschen Hauptstadt fügte der Sprecher hinzu: „Wir danken Herrn Dr. Körting für seine Rolle als Mediator in diesem sehr festgefahrenen Tarifkonflikt.“ Körting hatte vor einer Woche seine Arbeit als Vermittler aufgenommen. Die abschließende Tarifrunde dauerte 17 Stunden bis in den frühen Dienstagmorgen.   

 

Der neue Tarifvertrag gilt ab 1. April 2017. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Annahme durch die Gewerkschaftsmitglieder. Darüber soll voraussichtlich in der kommenden Woche entschieden werden.

 

Pressemitteilung zur Einigung im Tarifkonflikt
2017_03_28_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 15. März 2017 – Im Tarifkonflikt der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg sollen die Gespräche unter Hinzuziehung eines unabhängigen Vermittlers wieder aufgenommen werden. Die Arbeitgeber stimmten am Mittwoch dem Vorschlag zu, Sondierungsgespräche unter Begleitung des früheren Berliner Innensenators Dr. Ehrhart Körting zu führen. Sie bekräftigten zugleich ihre Haltung, zeitnah zu einem tragfähigen Abschluss kommen zu wollen.

 

„Die Arbeitgeber schätzen Dr. Körting als erfahrenen Tarifexperten, der in der Lage ist, mit der komplexen Situation an den Flughäfen in Berlin und Brandenburg umzugehen“, sagte ein Sprecher der Arbeitgeber in Berlin. Zuvor hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi diesen Personalvorschlag als Gegenposition zum Vorschlag der Arbeitgeber unterbreitet, die mit einer Schlichtung den festgefahrenen Konflikt lösen wollten. Um möglichst rasch wieder ins Gespräch zu kommen, akzeptierten die Arbeitgeber jetzt den Gewerkschaftsvorschlag.

 

„Die Vermittlung unter Hinzuziehung von Dr. Körting muss so ausgestaltet sein, dass im Ergebnis ein tragfähiger Kompromiss steht. Dafür ist es notwendig, den Gesprächen zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft die gebotene Zeit zu geben“, sagte der Sprecher und ergänzte: „Das bedeutet nicht, über Wochen wieder zu verhandeln und letztlich nur die weit entfernten Positionen wieder festzustellen, sondern einen Kompromiss möglichst noch in diesem Monat zu erreichen.“

 

Die Arbeitgeber hatten zuletzt Entgelterhöhungen von 8 Prozent im Gesamtvolumen bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.  Dieser Vorschlag unter Verweis auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Unternehmen war von Verdi als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen worden. Daraufhin rief die Gewerkschaft zum vierten Mal innerhalb von vier Wochen zu Arbeitskämpfen auf. Die Arbeitgeber bekräftigten derweil ihren Appell an Verdi, endlich aktiv zu einer Gesprächslösung beizutragen. 

Pressemitteilung zu Sondierungsgesprächen im Tarifkonflikt Bodenverkehrsdienste
2017_03_15_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 14. März 2017 – Die Bodenverkehrsdienstleister an den Flughäfen in Berlin und Brandenburg haben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zur Lösung des aktuellen Tarifkonflikts eine Schlichtung vorgeschlagen. „Die Positionen liegen derzeit so extrem weit auseinander, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt eine Schlichtung als einzigen Weg sehen, zusammen mit der Gewerkschaft eine für beide Seiten vertretbare Lösung zu finden“, sagte ein Sprecher der Arbeitgeber am Dienstag in Berlin.

 

Hintergrund ist  die Ablehnung des Arbeitgeberangebots in Höhe von 8 Prozent im Gesamtvolumen. Die Gewerkschaft hatte dieses wirtschaftlich begründete Angebot unmittelbar nach Vorlage als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen. Stattdessen rief Verdi  von Montagmorgen bis Mittwochmorgen zu einem neuerlichen Streik auf, der zum vierten Mal innerhalb von vier Wochen den Flugverkehr in der Hauptstadtregion erheblich beeinträchtigte.

 

„Permanente Streiks und verhärtete Fronten sind keinem länger zumutbar. Der Aufruf zur Schlichtung zeigt, dass die Arbeitgeber alles tun, um weitere Arbeitskämpfe zu verhindern und die Verhandlungen wieder auf einen konstruktiven Weg zu führen“, betont der Sprecher.

 

Die Arbeitgeber appellierten an die Gewerkschaft, einer Schlichtung zuzustimmen und damit den aktuellen Tarifkonflikt zu entschärfen. 

Pressemitteilung zur Schlichtung im Tarifkonflikt Bodenverkehrsdienste
2017_03_14_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 12. März 2017 – Die Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg verurteilen die radikale Verhandlungsposition der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als absolut verantwortungslos. „Streik ist und bleibt der Weg der Konfrontation, der zu keinen Ergebnissen geführt hat und auch in Zukunft nicht zu einer Lösung beitragen wird“, sagt ein Sprecher der Arbeitgeber am Sonntag in Berlin, nachdem Verdi erneut zu einem ganztägigen Streik an den Flughäfen Tegel und Schönefeld am kommenden Montag aufgerufen hatte.

 

Die Arbeitgeber hatten kürzlich bereits ein stark verbessertes Angebot in Höhe von 8 Prozent vorgelegt, welches die Gewerkschaft umgehend abgelehnt hatte. Dazu erklärt der Sprecher: „Das aktuelle Angebot in Höhe von 8 Prozent sowie die Einführung des Flächentarifvertrags im Jahr 2012, mit der bereits Lohnerhöhungen von bis zu 20 Prozent einhergingen, zeigt, dass die Arbeitsgeber durchaus bereit sind, mit den Sozialpartnern zu kooperieren.“

 

Die wirtschaftlichen Folgen der letzten Tarifrunde schlagen sich immer noch deutlich in der Gesamtlage der Unternehmen in Berlin und Brandenburg nieder. Ein Unternehmen musste bereits den Betrieb einstellen, alle am Standort verbliebenen Firmen schreiben rote Zahlen. „Die Verdi-Forderungen nach Lohnsteigerungen in Höhe von 10 Prozent und weiterer kostenintensiver Maßnahmen, die die Forderung nochmals mehr als verdoppeln, sind nicht standortorientiert und darum zum derzeitigen Zeitpunkt bei der bestehenden Marktlage nicht umsetzbar. Trotzdem werden wir uns auch weiterhin für eine Lösung am Verhandlungstisch einsetzen“, betont der Sprecher.  

Pressemitteilung zur Streikankündigung für Montag, 13. Januar 2017
2017_03_12_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 9. März 2017 – Die Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg verurteilen die neuerlichen Streikaufrufe der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als verantwortungslos. „Es gibt ein aktuelles Angebot in Höhe von 8 Prozent. Dies ist vor dem Hintergrund, dass alle Unternehmen am Standort rote Zahlen schreiben, im Gesamtvolumen sehr hoch“, betont ein Sprecher der Arbeitgeberseite am Donnerstag in Berlin. Zuvor hatten die Arbeitgeber ihr Ursprungsangebot deutlich nachgebessert.

 

„In dem stark verbesserten Angebot haben wir unseren ersten Vorschlag von 4 auf 8 Prozent verdoppelt und sind Verdi auch bei der Länge der Laufzeit entgegengekommen. Diese wurde von ursprünglich vier auf drei Jahre verkürzt. Statt diesen wichtigen Schritt als ernsthaftes Angebot zur Verhandlung anzuerkennen, hat Verdi die Offerte ohne tiefergehende Prüfung vom Tisch gewischt und neuerliche Streiks während der derzeit laufenden Internationalen Tourismus Börse angekündigt.“

 

Zum Argument der Gewerkschaft, dass an anderen Standorten aktuell bereits höhere Abschlüsse erzielt worden seien, erklärt der Sprecher: „Die Verdi-Forderungen sollten standortorientiert und damit für die Unternehmen auch wirtschaftlich abbildbar sein. Das ist aktuell in Berlin und Brandenburg nicht der Fall.“

 

Die Arbeitgeber bekräftigten ihre Haltung, eine Lösung des Tarifkonflikts am Verhandlungstisch zu finden. „Kein Unternehmen hat ein Interesse an Streiks, sondern ist schon aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten um eine Gesprächslösung bemüht“, betont der Sprecher und verweist auf die Einführung eines Flächentarifvertrags für Berlin und Brandenburg im Jahr 2013. „Dies zeigt, dass die Arbeitgeber zu lösungsorientierten Verhandlungen mit der Gewerkschaft bereit sind.“ 

Pressemitteilung zur Streikankündigung der ver.di während der ITB
2017_03_09_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 7. März 2017 – Im Tarifkonflikt der Bodenverkehrsdienste Berlin-Brandenburg haben die Arbeitgeber am Dienstag ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt. Kernpunkt war dabei eine Verdoppelung des Ursprungsangebots von 4 auf 8 Prozent bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Laufzeit von vier auf drei Jahre. Dieses Angebot wurde von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi umgehend abgelehnt.

 

„Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation haben sich die Arbeitgeber enorm bewegt. Daher sind wir entsetzt, wie schnell die Gewerkschaft diese Offerte vom Tisch gewischt hat“, sagte ein Sprecher der Arbeitgeber am Dienstag in Berlin. „Hier wurde von Verdi leichtfertig eine gute Verhandlungsgrundlage verspielt.“

 

Mit diesem neuen Angebot der Arbeitgeber sollte der Weg zu weiteren Tarifverhandlungen ab Freitag geebnet und ein Streik zur internationalen Tourismus-Messe ITB, der Leitmesse der weltweiten Reisebranche, abgewendet werden.

 

„Angesichts dieser radikalen Haltung der Gewerkschaft, ein Angebot von 8 Prozent Lohnsteigerung als nicht verhandlungsfähig abzulehnen, ist nicht ersichtlich, wie der Tarifkonflikt gelöst werden kann“, betonte der Sprecher. Er fügte hinzu: „Die Arbeitgeber stehen weiterhin zu einer Lösung am Verhandlungstisch bereit.“

Pressemitteilung zur Verdi-Ablehnung des 2. Angebots
2017_03_07_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 3. März 2017 – In Berlin wurde am Freitag das Ergebnis einer Urabstimmung der Beschäftigten in den Bodenverkehrs-diensten in Berlin und Brandenburg zu möglichen unbefristeten Streiks bekannt gegeben. „Wir bedauern, dass hier die Weichen für neuerliche Arbeitskampfmaßnahmen gestellt wurden. Unser Ziel bleibt, eine für beide Seiten abbildbare Lösung am Verhandlungstisch zu finden“, sagt ein Sprecher der Arbeitgeber am Freitag in Berlin.

 

„Wir haben die wirtschaftliche Situation der Unternehmen, die an den Standorten Berlin und Brandenburg alle rote Zahlen schreiben, mehrfach gegenüber Verdi verdeutlicht. Dennoch ist die Dienstleistungsgewerkschaft nicht bereit, die Lage der Unternehmen in ihren Forderungen zu berücksichtigen“, betont der Sprecher und fügt hinzu: „Dafür haben wir kein Verständnis.“

 

Die Verdi fordert rund 10 Prozent Entgelterhöhung sowie weitere Leistungen, die in der Summe die eigentlichen Lohnforderungen mehr als verdoppeln würden. Zugleich soll die Laufzeit nach den Vorstellungen der Gewerkschaft bei nur einem Jahr liegen. An den Flughafen-Standorten in Berlin und Brandenburg werden jetzt schon mit die höchsten Löhne bei den Bodenverkehrsdiensten deutschlandweit gezahlt.

 

Das Angebot der Arbeitgeber umfasst eine schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen, wobei die Mitarbeiter der am stärksten besetzten Gruppe mit einer Erhöhung um 1,20 Euro pro Stunde über vier Jahre am stärksten profitiert hätten. 

Pressemitteilung zur Verdi-Urabstimmung
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Berlin, 17. Februar 2017 – In Berlin sind am Freitag die Verhandlungen für die über 2.000 Beschäftigten in den Bodenverkehrsdiensten gescheitert. „Die brüske Ablehnung des Arbeitgeberangebots  legt die Vermutung nahe, dass hier die Situation an den Berliner Flughäfen als Druckmittel für die bundesweiten Verhandlungen der Verdi ausgenutzt wird. Denn das Angebot lag weit über den von Verdi formulierten Mindestanforderungen“, sagt ein Sprecher der Arbeitgeber am Freitag nach der fünften Verhandlungsrunde.

 

Nach Angaben der Arbeitgeber werden an den Flughafen-Standorten in Berlin und Brandenburg jetzt schon mit die höchsten Löhne bei den Bodenverkehrsdiensten deutschlandweit gezahlt. Das Einstiegsgehalt liegt bei 10,30 Euro pro Stunde. Angeboten wurde eine schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen, wobei die Mitarbeiter in der am stärksten besetzten Gruppe am meisten profitiert hätten. Bei ihnen sollte der Stundenlohn um 1,20 Euro über die Laufzeit hinweg erhöht werden. Mit Rücksicht auf die angespannte wirtschaftliche Situation der Unternehmen sollte der neue Vertrag für vier Jahre gelten.

 

„Dieser Vorschlag wurde sofort als nicht verhandelbar zurückgewiesen. Dabei ist den Gewerkschaftsvertretern sehr gut bekannt, dass alle Unternehmen am Standort seit der letzten Tarifrunde im Jahr 2013 rote Zahlen schreiben und eines der Unternehmen sogar den Betrieb einstellen musste. Jetzt gefährdet die Gewerkschaft, die eigentlich die Interessen der Arbeitnehmer vertreten sollte, mit der Drohung unbefristeter Streiks weitere Arbeitsplätze, anstatt ihre unrealistischen Forderungen zu hinterfragen“, betont der Sprecher.

 

Die Verdi-Forderungen belaufen sich den Angaben zufolge bei einer Laufzeit von nur einem Jahr auf rund 10 Prozent Entgelterhöhung sowie weitere Ansprüche, die in der Summe die eigentlichen Lohnforderungen noch verdoppeln. „Die Gesamthöhe der Verdi-Forderungen ist irrational und von den Unternehmen nicht leistbar“, fasst der Sprecher die Arbeitgeberposition zusammen. Er fügt hinzu: „Wir bedauern sehr, dass sich die Gewerkschaftsvertreter gegen eine Lösung am Verhandlungstisch entschieden haben und stattdessen mit unbefristeten Streiks drohen, die nur zu Lasten der Fluggäste in Berlin und Brandenburg gehen werden.“

Pressemitteilung zur fünften Verhandlungsrunde
2017_02_17_Pressemitteilung_Bodenverkehr[...]
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Berlin, 16. Februar 2017 – Mit großem Unverständnis haben die Arbeitgeber auf die neuerlichen Streiks der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an den Flughäfen in Berlin und Brandenburg reagiert. „Angesicht der für Freitag angesetzten Verhandlungsrunde ist diese Arbeitskampfmaßnahme unverständlich und völlig überzogen“, sagt ein Sprecher der Arbeitgeberseite am Donnerstag in Berlin. Zuvor hatte Verdi mit neuerlichen Warnstreiks den Flugverkehr an den beiden Flughäfen in Tegel und Schönefeld weitgehend beeinträchtigt.

 

„Dieser Streik ist auch deswegen unverhältnismäßig, weil seit der letzten Verhandlungsrunde ein Angebot der Arbeitgeberseite vorliegt. Dabei geht es um die schrittweise Erhöhung der Löhne, die über einen Zeitraum von vier Jahren gestaffelt werden sollen. Die Gewerkschaftsforderungen nach Lohnerhöhungen in Höhe von 10 % zuzüglich weiterer kostenintensiver Maßnahmen sind angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage für unsere Unternehmen nicht darstellbar“, betont der Sprecher.

 

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den (morgigen) Freitag angesetzt. „Differenzen sollen am Verhandlungstisch gelöst und nicht zulasten der Passagiere ausgetragen werden“, fügt der Sprecher hinzu.

Pressemitteilung zum zweiten Streik an den Berliner Flughäfen
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Berlin, 15. Februar 2017 – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Mittwoch kurzfristig einen weiteren Streik an den Berliner Flughäfen für Donnerstag angekündigt. Die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste sollen demnach zwischen 16:00 Uhr und 22:00 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Dazu erklärt ein Sprecher der Arbeitgeberseite:

 

„Die Drohung mit neuerlichen Arbeitskampfmaßnahmen innerhalb weniger Tage ist absolut unverständlich. Denn gegenwärtig laufen Tarifverhandlungen, bei denen wir ein faires Angebot vorgelegt haben. Die Gespräche dazu sollen am Freitag fortgesetzt werden.

 

Vor diesem Hintergrund ist die von der Gewerkschaft gewählte Art der Auseinandersetzung absolut unverhältnismäßig. Differenzen sollten am Verhandlungstisch geklärt werden. Aber Verdi versucht hier, überzogene Forderungen zu Lasten  der Fluggäste durchsetzen zu wollen.“

Pressemitteilung zur Verdi-Streikankündigung für den 16. Februar 2017
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Berlin, 10. Februar 2017 – In Berlin hat am Freitag die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg stattgefunden. Dabei legten die Arbeitgeber ihr Angebot vor. Dieses umfasst die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen. Besonders profitieren davon die Mitarbeiter der personell am stärksten besetzten Gruppe. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll bei vier Jahren liegen.

 

„Gemessen an den Spielräumen, die der Markt hergibt, ist das ein faires Angebot“, sagt ein Sprecher der Arbeitgeberseite. „Trotz steigender Passagierzahlen in Berlin und Brandenburg verzeichnen die Unternehmen fortwährend Verluste.“

 

Im Ergebnis der letzten Tarifverhandlungen im Jahr 2013 war das Lohnniveau am Standort Berlin bereits auf eines der höchsten bundesweit gestiegen. Als Konsequenz des hohen Abschlusses musste ein Dienstleister seinen Betrieb einstellen.

 

„Die Arbeitgeber haben in den aktuellen Gesprächen ihre wirtschaftliche Situation den Gewerkschaftsvertretern dargelegt. Verdi kennt also die Zahlen der Unternehmen und ist sich nach eigener Aussage der gegenwärtigen Lage der Bodenverkehrsdienstleister im Flugmarkt bewusst“, erklärt der Sprecher.

 

Mit Blick auf die jüngsten Warnstreiks fügt der Sprecher hinzu: „Gerade deshalb stoßen die überzogenen Forderungen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei uns auf großes Unverständnis. Wir sind an einer tragfähigen gemeinsamen Lösung interessiert. Nur sollte diese am Verhandlungstisch gefunden und nicht wie am Mittwoch auf dem Rücken der Passagiere in Berlin und Brandenburg ausgetragen werden.“

 

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den  17. Februar 2017 anberaumt.

Pressemitteilung zur vierten Verhandlungsrunde
2017_02_10_Pressemitteilung.pdf
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Berlin, 8. Februar 2017 – Kurz vor der kommenden Verhandlungsrunde für die über 2.000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin-Brandenburg hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen.

 

„Wir können für die heutige Arbeitskampfmaßnahme kein Verständnis aufbringen, wo doch in Berlin bereits vor drei Jahren ein einheitlicher Tarifvertrag geschaffen wurde, der den bundesweiten Anforderungen der Verdi entspricht“, erklärt ein Sprecher der Arbeitgeberseite. „Dieser Warnstreik ist ein rein taktisches Manöver auf dem Rücken der Passagiere vor der ohnehin für Freitag angesetzten nächsten Verhandlungsrunde.“

 

Bereits in der letzten Verhandlungsrunde am 25. Januar 2017 hatten die Arbeitgeber der Dienstleistungsgewerkschaft die angespannte wirtschaftliche Lage der einzelnen Unternehmen an den Standorten in Berlin und Brandenburg dargelegt, welche immer noch an der Umsetzung der 2013 beschlossenen Entgelterhöhung arbeiten. „Dieses schwierige Marktumfeld lässt nur wenig Handlungsspielraum. Die neuerlichen Gewerkschaftsforderungen nach zehn Prozent Entgelterhöhung sowie nach weiteren kostenintensiven Leistungen sind daher von den Unternehmen wirtschaftlich nicht abbildbar“, betont der Sprecher.

 

Im Anschluss an die zweite Verhandlungsrunde am 11. Januar 2017 waren Gespräche zu Anpassungen der Tätigkeitszuordnung zu den jeweiligen Vergütungsgruppen aufgenommen worden. Das Angebot der Arbeitgeber zur Fortsetzung dieser Gespräche ist von Gewerkschaftsseite bisher nicht wahrgenommen worden.

 

Pressemitteilung zum Warnstreik an den Berliner Flughäfen
2017_02_08_Pressemitteilung.pdf
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Berlin, 27. Januar 2017 – In Berlin hat am 25. Januar 2017 die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister in Berlin und Brandenburg stattgefunden. Die Arbeitgeber legten dabei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die wirtschaftliche Lage an den Standorten in Berlin-Brandenburg dar, um zu verdeutlichen, dass die Gewerkschaftsforderungen in Höhe von zehn Prozent Entgelterhöhungen sowie weiteren kostenintensiven Leistungen derzeit aus wirtschaftlicher Sicht nicht abbildbar sind. Die Verhandlung wurde daraufhin vertagt. Die nächste Verhandlungsrunde wurde auf den 10. Februar festgesetzt.

 

Zum Stand der Tarifgespräche erklärt ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister: „Wir möchten unseren Mitarbeitern gern die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen. Gleichzeitig befinden wir uns in einem äußerst schwierigen Marktumfeld, das nur wenig Handlungsspielraum lässt.“

 

Vor diesem Hintergrund halten die Arbeitgeber ihr Angebot aufrecht, Anpassungen bezüglich der Tätigkeitszuordnung zu den jeweiligen Vergütungsgruppen in Arbeitsgruppen weiter zu besprechen. Diese Gespräche waren nach der zweiten Verhandlungsrunde am 11. Januar 2017 aufgenommen worden.

Presseinformation zum Stand der Tarifverhandlungen
2017_01_27_Presseinformation_3_Runde.pdf
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